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On the road to #rp12: Und wenn es doch eine europäische Blogosphäre gibt?

Ich schreib diesen Post einfach mal auf Deutsch. Die letzten 1 1/2 Jahre gab es hier auf Polscieu (aka Politikwissenschaft & EU) nur englische Blogbeiträge, aber da ich meinen Vortrag auf der re:publica 12 auch auf Deutsch halten werde und sowieso viel zu viel auf Englisch über europäische Themen gebloggt wird, erlaube ich mir mal diesen kleinen Schlenker in meiner Elternsprache.

Als ich vor drei Wochen, sozusagen als Auftakt für die re:publica, in “Die unverlinkte Euroblogosphäre” und in “Zum Stand des EU-Bloggens”  feststellte, dass Blogs, die sich mit EU-Politik beschäftigen, kaum nennenswerte Interaktion in Form von Links und Kommentaren beobachten lassen, hatte ich eigentlich nur eine altbekannte Erkenntnis neue aufgewärmt und mit ein bisschen aktueller Recherche aufgehübscht.

Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass das Reaktionen auf auf Englisch, Französisch, Deutsch, SpanischFinnisch und (updated:) Italienisch hervorrufen sollte. Achja, und dass die Reaktionen auf English unter anderem von einem Deutschen in Großbritannien, einem Spanier in Schweden, einem Griechen in Brüssel, einem Brüsseler Dänen mit italienischen Wurzeln, einem Niederländer und einem Rumänen kommen sollten, war jetzt auch nicht direkt erwartbar.

Da stellt sich schon die Frage: Und wenn es jetzt doch eine europäische Blogosphäre gibt?

Die meiner Meinung nach interessantesten Beiträge zu dieser Frage sind tatsächlich auf Spanisch und auf Finnisch geschrieben worden. Erstere verstehe ich noch weitgehend selbst, für letzteren habe ich dann doch Google Translate bemüht:

Pasaporte Europa (spanisch) meint, dass das Wichtigste für die europäische Blogosphäre nicht ist, auf Englisch zu schreiben, um (theoretisch) von möglichst vielen verstanden zu werden, sondern, dass es darauf ankommt, Blogs in anderen Sprachen zu zitieren.

Politikon (spanisch) nimmt sich meinen Beitrag zum Anlass, um zu ergrüden, warum die spanische Blogosphäre weniger einflussreich ist als die amerikanische und kommt zum Schluss, dass es an den fehlenden Links liegt. Und Ulkopolitist (finnisch) stellt das Gleiche für die finnische Außenpolitik-Blogosphäre fest.

Insbesondere Politikon und Ulkopolitist zeigen, dass das Fehlen einer verlinkten Euroblogosphäre vielleicht gar nicht so sehr ein Phänomen der EU-Blogs ist, sondern sich möglicherweise auch durch (Teile) nationale(r) Blogosphären zieht.

Vielleicht ist die Polemik von Bruegel, dass Europäer nicht bloggen können, die der Katalysator für diese Debatte wurde, vielleicht doch gar nicht so falsch? Dann wäre aber das Fehlen einer europäischen Blogosphäre gar nicht so sehr ein Problem von Mehrsprachigkeit und oder der gefühlten Dominanz des Englischen, sondern einfach nur ein Problem der fehlenden Links.

Oder anders gesagt: Alles was uns zu einer europäischen Blogosphäre fehlt, ist der eine oder andere Link. (Und diese Diskussion zeigt, dass das eigentlich ganz einfach ist, selbst in fünf verschiedenen Sprachen.)

re:publica 12



11 Responses to On the road to #rp12: Und wenn es doch eine europäische Blogosphäre gibt?

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