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Das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) nimmt seinen Dienst auf

Heute, am 4. Januar 2021, nimmt das neue Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) seine Arbeit hier in Brandenburg an der Havel auf. Nachdem ich ja schon im September und im November über erste Details informiert hatte, gab’s heute eine Pressekonferenz mit Außenminister Heiko Maas, auf der weitere Information bekannt wurden.

Das neue Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten in Brandenburg an der Havel – demnächst (Foto: Dr. Ronny Patz, Creative Commons CC-BY-SA 4.0)

Das hochfrequentierte, lokale News-Portale “Meetingpoint Brandenburg” – die zukünftigen Behörden-Mitarbeiter*innen sollte das lesen — berichtet von einer Online-Pressekonferenz mit Außenminister Heiko Maas, dem Ministerpräsidenten von Brandenburg Dietmar Woidke, und dem Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg, dass das Amt in den nächsten Jahren auf 700-1000 Mitarbeiter*innen anwachsen soll, mehr als die Hälfte davon neu und viele sicher aus der Region.

Eine Behörde dieser Größe in einer Stadt mit knapp über 70.000 Einwohnern wird das Stadtbild nicht nur ein bisschen verändern sondern könnte Brandenburg nachhaltig prägen. Bislang ist zwar wohl (Hörensagen!) noch keine formale Kooperation mit der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) vereinbart, aber wenn das Amt und die Hochschule intelligent sind, holen sie das bei nächster Gelegenheit nach. Auch die Unis und Hochschulen in Potsdam, Magdeburg und natürlich auch Berlin sind nicht weit.

Die Märkische Allgemeine Zeitung (maz) berichtet ebenfalls, dass der Mitarbeiter*innen-Stab des BfAAs noch in diesem Jahr von aktuell ca. 80 auf bis zu 300 Personen anwachsen soll – 15,25 Million Euro seien budgetiert, davon der Großteil für Personal. Der Aufbaustab für das BfAA war bislang der Zentralabteilung des Auswärtigen Amtes zugewiesen (siehe Screenshot des Organigramms vom November 2020), vermutlich ist das jetzt (oder wir demnächst) dann in die Behörde ausgelagert. Die heutige Pressemitteilung des Landes Brandenburg hebt auch hervor, dass das BfAA “Nebenstellen” in Berlin und Bonn haben wird.

Der Aufbaustab für das BfAA in der Zentralabteilung des Auswärtigen Amts (eigene Hervorhebung)

Warum das Amt so groß wird, wird deutlich, wenn man sich z.B. die aktualisierte Datenschutzerklärung der Stipendienseite der Konrad-Adenauer-Stiftung anschaut:

Dort wird die Verarbeitung von persönlichen Daten mit einer Abrechnungsprüfung durch das BfAA “im Auftrag der Zuwendungsgeber (das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Auswärtige Amt)” begründet. Das heißt, wenn es um die Mittelvergabe geht ist der Auftrag des neuen Amtes nicht nur auf humanitäre Projekte beschränkt sondern umfasst wohl ein breites Feld an Zahlungen (inkl. Stipendien) mit Auslandsrelevanz.

An der Eingangstür zum Gebäude, wo das BfAA seinen Sitz haben soll (das Schild hängt an der Kirchhofstraße 1-2, 14776 Brandenburg) gab es heute Mittag noch keinen BfAA-Briefkasten und in den Büros brannte außerhalb des dort ansässigen Blutspendezentrums auch noch kein erkennbares Licht. Aber da das Schild dort hängt, ist das wohl die Adresse.

Die virtuelle Pressekonferenz vor dem BfAA-Banner hielt Oberbürgermeister Scheller offenbar aus der Technischen Hochschule, deren Logo man auf dem Pult in diesem Foto von heute sehen kann (siehe Pressebericht der Stadt).

Das heißt, vermutlich wird ein Großteil der BfAA-Arbeit aktuell noch aus Berlin erledigt, bis das Gebäude bezugsfertig ist (sonst wär das Foto vermutlich dort entstanden). Wie viele der geplanten Mitarbeiter*innen dann da drin Platz finden werden ist von außen nicht einsehbar (Fotos sind von der Vorder- und Hinterseite, Lizenz siehe oben).

Also dann: Herzlich willkommen, liebe aktuelle und zukünftige Mitarbeiter*innen des BfAA in der Stadt Brandenburg an der Havel. Auf gute Nachbarschaft!

(Dieser Beitrag wurde nach Erstveröffentlichung um wenige Details erweitert.)



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